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Respekt, einer der olympischen Grundwerte, steht für Respekt gegenüber dem Gegner, den Teamkollegen, aber auch gegenüber dem eigenen Körper. Die Olympische Bewegung strebt weltweit einen dopingfreien Sport an. Dabei steht die Unterstützung und der Schutz sauberer Sportler sowohl auf als auch neben dem Spielfeld im Vordergrund, damit sie ihren Sport wirklich ausüben können. 

Eine wichtige Organisation für die internationale Anti-Doping-Politik ist die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), die als unabhängige Agentur für die Harmonisierung der Anti-Doping-Politik in allen Sportarten und allen Ländern zuständig ist. Auch in unserem Land haben sich die flämische, französische und deutschsprachige Gemeinschaft verpflichtet, den Welt-Anti-Doping-Kodex der WADA in ihren jeweiligen Dekreten und Beschlüssen zu befolgen.

In Belgien sind vier Stellen – die Anti-Doping-Organisationen oder NADOs – für die Anti-Doping-Politik zuständig:


Anti-Doping und belgische Athleten

Der WADA-Kodex mit den internationalen Standards und den verschiedenen Dekreten und Beschlüssen bildet den rechtlichen Rahmen für die Anti-Doping-Politik in Belgien. Der Kodex und die verschiedenen Standards werden regelmäßig überarbeitet. So tritt der überarbeitete Kodex (verabschiedet in Katowice im November 2019) am 1. Januar 2021 in Kraft.

Für Sportler in Belgien gelten verschiedene spezifische Regeln zur Förderung eines sauberen Sports und sauberer Athleten. 

So können Elitesportler auf nationaler oder internationaler Ebene (die somit zum sogenannten „Registered Testing Pool” gehören) jederzeit außerhalb von Wettkämpfen kontrolliert werden. Sie sind daher verpflichtet, ihre Aufenthaltsdaten an den internationalen Verband oder die zuständige NADO weiterzugeben: die sogenannten „Whereabouts”. Die Nicht- oder Falschangabe dieser Daten kann zu Sanktionen führen. Diese Daten werden über das „Anti-Doping Adminis” eingegeben und verfolgt.

Darüber hinaus gibt es eine Liste verbotener Substanzen (die sogenannte Verbotsliste oder „Prohibited List“), die für Belgien ebenfalls jährlich durch Ministerialbeschlüsse im Belgischen Staatsblatt veröffentlicht wird. Sportler sind verpflichtet, sich über diese Liste und alle möglichen Änderungen daran zu informieren. Sportler, denen aufgrund einer therapeutischen Notwendigkeit dennoch eine verbotene Substanz verschrieben wird, müssen eine „Genehmigung aufgrund therapeutischer Notwendigkeit“ (oder „Therapeutic Use Exemption“ (TUE)) beantragen. Erst wenn diese Genehmigung erteilt wurde, dürfen sie das betreffende Medikament tatsächlich verwenden.

Darüber hinaus hat die WADA seit 2015 als Teil des Kodex eine Liste mit Personen (die „Prohibited Association List”) erstellt, die nicht zum Umfeld eines Athleten gehören dürfen.


Die Rolle des BOIK

Für das BOIK sind die Förderung eines sauberen Sports und die Unterstützung sauberer Athleten sowie die Wahrung der Integrität des Sports im Einklang mit den olympischen Werten ein Eckpfeiler seiner Aktivitäten.

Ein wichtiger Teil dieser Aktivitäten bezieht sich natürlich auf die multidisziplinären Wettkämpfe, die innerhalb der Olympischen Bewegung organisiert werden. Für die vom IOC organisierten Wettkämpfe (darunter die Olympischen Spiele und die Olympischen Jugendspiele) erlässt das IOC spezifische Anti-Doping-Regeln auf der Grundlage des WADA-Codes (z. B. Anti-Doping-Regeln für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio). Auch für die Wettbewerbe des EOC oder anderer Organisationen gelten spezifische Regeln. Das BOIK verweist in seinen Verhaltenskodizes für Athleten und andere Mitglieder der Delegation ausdrücklich auf diese Regeln.

Darüber hinaus möchte das BOIK auch eine vermittelnde Rolle bei der Zusammenarbeit zwischen den vier Anti-Doping-Organisationen in Belgien spielen, insbesondere in folgenden Bereichen:

  • Die Zusammenarbeit zur Sensibilisierung von Sportlern (z. B. bei Jugendtrainingslagern, Trainingslagern von Team Belgium usw.).
  • Ein spezifisches Projekt zur Prävention und Sensibilisierung in Belgien ist die Initiative „Play True Day Belgium” (weitere Informationen siehe unten).
  • Koordination von Anti-Doping-Aktivitäten in Belgien (z. B. für multidisziplinäre Wettkämpfe) und die Anwendung von Regeln für belgische Athleten

eLearning WADA

Die Arbeit gegen Doping ist eine gemeinsame Verantwortung der Sportwelt. Das BOIK ermutigt Athleten, die von der WADA entwickelten E-Learning-Instrumente zu nutzen, die über ADeL, die „Antidoping-E-Learning-Plattform” der WADA, verfügbar sind.

Diese Plattform vereint verschiedene Instrumente wie das ALPHA-Modul für Athleten auf einer praktischen und benutzerfreundlichen Online-Plattform. ADeL richtet sich sowohl an Athleten, Trainer, Betreuer, Ärzte und Mitarbeiter von Sportorganisationen als auch an Führungskräfte. So gibt es beispielsweise das „Coach True”-Modul für Trainer, das „Sport Physician’s Toolkit” für Ärzte und das „ADO Kickstart” für Mitarbeiter von Anti-Doping-Agenturen und Sportorganisationen.


Play True Day Belgium

Play True Day Belgium ist eine gemeinsame Initiative der vier belgischen Anti-Doping-Organisationen BOIK, BPC (Belgisches Paralympisches Komitee), AISF (Association Interfédérale du Sport Francophone) und VSF (Flämischer Sportverband). 

Diese Initiative wird von der WADA zur Förderung des sauberen Sports unterstützt. Ziel ist es, Sportler und Fans für den weltweiten Kampf gegen Doping zu sensibilisieren und ihnen bewusst zu machen, dass Doping gegen den Geist des Sports verstößt und ernsthafte Gesundheitsrisiken mit sich bringt

Wie können Sie zum Play True Day beitragen? Die Play True-Initiative richtet sich an alle belgischen Sportler und Sportbegeisterten, denen sauberer Sport am Herzen liegt. Sie wird in erster Linie von den verschiedenen Sportverbänden getragen, die gemeinsam mit den Partnern die Initiative gestalten. Wenn Sie auch eine Aktion durchführen möchten oder eine gute Möglichkeit sehen, auf sauberen Sport aufmerksam zu machen, zögern Sie nicht und wenden Sie sich an einen der Partner. Denn gemeinsam setzen wir uns für #CleanSport ein!

Together, we go for #CleanSport!

Für weitere Informationen über den Play True Day wenden Sie sich bitte an:

NADO Vlaanderen: Marc Van der Beken, marc.vanderbeken@nado.vlaanderen 
ONAD Wallonie-Bruxelles: Elisa Engels, elisa.engels@cfwb.be
NADO Brussel: Stéphanie Sirjacobs, antidoping@ggc.brussels
NADO Duitstalige Gemeenschap: André Sommerlatte, andre.sommerlatte@dgov.be
BOIK: Matthias Van Baelen, m.vanbaelen@olympic.be
BPC: Olek Kazimirowski, olek.kazimirowski@paralympic.be
VSF: Sophie Cools, sophie@vlaamsesportfederatie.be
AISF: Luc De Witte, conseiller@aisf.be